Archiv der Kategorie: Sonstiges

Poesie und Lyrik

„Wahre Freundschaft besteht in der Einheit der Seelen, die es nur selten gibt auf dieser Welt“

Mahatma Gandhi

Des Waldes Seele


Es war im Wald. Die Bäume alle schliefen;
Der Mond belauschte lächelnd ihren Traum.
Die Schatten lagen ruhig in den Tiefen;
Die Welle küßte still des Weihers Saum.


Da kam ein linder, milder Hauch gezogen,
Des Träumenden gewürzger Athemzug,
Der in des Maienduftes zarten Wogen
Des Waldes Seele auf zum Himmel trug.


Dort schwebte sie zur ewgen Gnadenquelle,
Vor der die Bitte um das Leben kniet,
Und wie vom Vöglein an der Waldkapelle
Erklang ihr sanftes, frommes Klagelied:


„Es preisen dich des Firmamentes Heere,
Auf deren Licht dein Ruhm herniederschallt.
Von ihm erfüllt sind alle Weltenmeere;
Im Thau und Regen trinkt ihn auch der Wald.


Von da soll er aus tausend Quellen fließen,
Dem Erdenland zum Heil und Segen sein,
In alle Flüsse, Ströme sich ergießen
Und dich verkünden, Vater, dich allein.


Doch schau hinab! Die Menschen, die du segnest,
Begreifen deine Gottesweisheit nicht.
Die Liebe, die du ihnen niederregnest,
Wird ihrem Unverstand zum Strafgericht.


Sie haben weder dich, o Herr, verstanden,
Nach deines freundlichsten Gesetzes Sinn;
Drum handeln sie, als sei ich nicht vorhanden,
Obgleich ich ihnen unentbehrlich bin.


Laß mich nicht sterben, laß mich nicht verschmachten,
Sonst ists auch um ihr eignes Heil geschehn.
Lehr sie, den Wald mit Liebe zu betrachten,
Damit sie endlich seine Seele sehn!“


Sie schwieg und senkte wartend ihren Schleier;
Der Traum entfloh; es war die Nacht vorbei.
Die Erde lag in stiller Morgenfeier;
Ein Glöcklein kündete, daß Sabbath sei.


Der Wald erwachte, und der Vöglein Lieder
Erklangen jubelnd über Berg und Thal.
Die Seele kehrte aus dem Himmel wieder,
Getragen von dem ersten Sonnenstrahl.


Sie tauchte in des Weihers klare Welle
Und stieg sodann ans thauesfrische Land,
Empfangen von dem Kehlchen der Kapelle,
Bei dem sie nun des Vaters Antwort fand:


„Ich ließ für dich das Sabathglöcklein läuten:
Es läutete den Waldesfrieden ein.
Das hat für dich Erhörung zu bedeuten;
Du sollst fortan dem Menschen heilig sein.


Er wird nun deine Sänger nicht nur hören;
Er wird das, was sie singen, auch verstehn:
‚Hör auf, hör auf, die Wälder zu zerstören,
Sonst wirst mit ihnen du auch untergehn!'“

Karl Mays Werke: Himmelsgedanken

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Humor

Freude ist keine Gabe des Geistes, sie ist eine Gabe des Herzens.

Ludwig Böhme

WIR WAREN Helden!

Alle die nach 1980 geboren wurden, haben hier nichts mehr zu suchen… 😉
denn: Kinder von HEUTE werden in Watte gepackt!

Sind Sie vor 1980 geboren, dann bitte jetzt weiterlesen. 😉

Wenn Sie als Kind in den 60er oder 70er Jahren lebten, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium.

Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.

Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.

Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!

Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer uns selbst. Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“.

Können Sie sich noch an „Unfälle“ erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.

Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick (außer einigen Pölsterchen …leider…).

Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.

Wir hatten Freunde! Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße.
Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns…

WIE WAR DAS ALLES NUR MÖGLICH?

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Kräuterbeet

„Ein Schmetterling ohne Blüte ist wie eine Blume ohne Regen“

Hast Du schon einmal einen Schmetterling husten oder niesen hören? – Eben! Ich auch nicht. 😉

Schmetterlinge mögen gerne den Nektar von Blüten an Pflanzen oder Wildkräutern und darum sind die Gaukler auch so gesund. 😉
Deswegen habe ich beschlossen, in meiner Homepage eine kleine Seite dafür einzurichten.
Ein kleiner Auszug mit Tipps zur Verwendung ist hier zu finden und noch etwas Wichtiges; selbstverständlich braucht man aus diesen Kräutern und Pflanzen nicht immer nur Tee zu bereiten. 😉
Bevorzugt werden sollten junge Triebe, Blätter und/oder die Blüten.
WICHTIG! Auf KEINEN Fall sollten Kräuter, die in der Küche zum Verzehr verwendet werden, gedüngt werden.
Immer daran denken: Auch Heilpflanzen und Kräuter in Maßen und nicht in Massen!

Anis

Anis ist ein Gewürz und duftet süß-würzig. Aus den weißen Blütendolden entstehen die Früchte. Das Kraut würzt Gemüse, Salate und Soßen. Die Samen verwendet man für Backwaren, Pizza und Kompott.
Wirkung: appetitanregend und blähungsstreibend.

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Blumengarten

„Das Licht ist es, was mich schmückt!“ sagte die Blume.
„Aber die Luft läßt dich atmen!“ flüsterte die Dichterstimme.

Ich freue mich wenn ich ab dem Frühling blühende Pflanzen und Blumen in allen Farben und vielfältigen Formen sehen kann. Für Schmetterlinge ist der Nektar der Blüten die Nahrung. Allerdings freut sich so ein schwebender Gaukler mehr über die offenen als über gefüllte Blüten. Bei diesen erreicht er so gut wie gar nicht die süße Speise.

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Erzählungen und Geschichten

„Die Seele eines Menschen berühren, heißt, den Schlüssel zu seinem Herzen finden“

Renate Gall

Teil 1: Mami, warum??

Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte.
Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol.
Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest.
Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten.
Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg. Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund Deiner Erziehung – so verantwortungsvoll und fein. Weiterlesen