Humor

Freude ist keine Gabe des Geistes, sie ist eine Gabe des Herzens.

Ludwig Böhme

WIR WAREN Helden!

Alle die nach 1980 geboren wurden, haben hier nichts mehr zu suchen… 😉
denn: Kinder von HEUTE werden in Watte gepackt!

Sind Sie vor 1980 geboren, dann bitte jetzt weiterlesen. 😉

Wenn Sie als Kind in den 60er oder 70er Jahren lebten, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium.

Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.

Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.

Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!

Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer uns selbst. Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“.

Können Sie sich noch an „Unfälle“ erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.

Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick (außer einigen Pölsterchen …leider…).

Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.

Wir hatten Freunde! Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße.
Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns…

WIE WAR DAS ALLES NUR MÖGLICH?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!
So etwas!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen!

Und Sie gehören auch dazu? Herzlichen Glückwunsch!
Sie gehören zu einer aussterbenden Spezies: den letzten richtig wahren Helden! 😉

Verfasser unbekannt

Die noch besseren 80iger!

Für alle angehenden 30-jährigen, Mittdreißiger und jung gebliebenen…

Dieses dumme Gerede der derzeitigen „Generation Z“, die 80er Jahre wären langweilig gewesen. Totaler Bockmist. Hört genau zu, Ihr zungengepiercten Tekknohoppler mit Tattoos auf der linken Arschbacke: Ihr wart nicht dabei!
Wir Mit-Dreißiger haben sie live erlebt: Die Geburt des Synthesizers und den wahren Soundtrack der 80er, der von Bands wie Depeche Mode, Cure und Yazoo geschrieben wurde.

Wir haben noch mit Midischleifen und Oszillographen gekämpft! Wir haben Euer Tekkno erfunden, bei uns nannte sich das aber noch „Wave“ und war tatsächlich Musik (übrigens verwursten Eure DJ*s die Dinger noch heute zu einer Art musikalischer Canneloni mit schwülstiger Computerbasssoße).
Wir mussten noch keine Angst haben, dass uns Tina Turner mit dem klassischen Seniorenoberschenkelhalsbruch von der Bühne purzelt und wir haben Madonna noch mit festen Brüsten und ohne Baby-Pause gekannt, Ihr Nasen!

Wir verbinden „Kraftwerk“ noch nicht mit Solarenergie und wir hatten noch Angst, dass Joschka Fischer von Holger Börner mit der Dachlatte verprügelt wird. Wir erinnern uns noch an Terroristenfahndungsplakate, auf denen hin und wieder ein Gesicht liebevoll mit Kuli von einem Staatsbediensteten durchgestrichen wurde… Die Bundeswehr und die NVA machten noch Spaß, wir kannten ja die Richtung, aus der der Feind kommt…

Zu unserer Zeit fielen Break-Dancer auf den Fußgängerzonen noch hin und wieder richtig auf die Fresse und Peter Maffay wurde beim Stones-Konzert noch ordentlich von der Bühne gepfiffen. Wir hatten noch Plattenspieler (auf 33″ und 45″) und richtig geile Plattencover, auf denen man die Namen der MUSIKER (und nicht der Programmierer) ohne Lupe erkennen konnte und die tatsächlich Kunst waren. Keine tempotaschentuchgrossen, einfarbigen Booklets auf denen gerade noch „nice Price“ lesbar ist. Für uns war eine LP etwas Heiliges, das gepflegt und geliebt werden musste – und keine CD-Plastik-Wegwerfware, die so robust ist, dass man sie durchaus auch als Bierglasuntersetzer verwenden kann.

Bei uns erkannte jeder sein Eigentum noch an den individuellen Kratzern. Wir haben kein „Big Brother“ geguckt sondern Musikladen und „Formel 1“, wo es eine ganze fette Stunde wirklich gute Musikvideos zu sehen gab, die das Lied untermalten, wir hatten kein MTV mit degenerierten CD-Werbespots nötig. Wir haben uns „Wiedersehen mit Brightshead“ reingezogen und schleppten dann Teddies in Diskotheken und ließen uns die Haare seitlich ins Gesicht fallen – ohne diese beknackten, umgedrehten Baseballmützen oder Wollhauben. In unseren Hosen konnte man sehen, ob einer einen Hintern hatte, heute hängt der Arsch ja bei jedem von Euch in der Kniekehle der achso tollen Adidas-Jogginghose.

Bei uns haben sich keine Neonazis mit Türken gekloppt, sondern Punks mit Teds, Teds mit Poppern, Popper mit Ökos und Ökos mit der Polizei….und wer einen Führerschein hatte, fuhr als erstes einen Käfer oder einen Döschövö, bei dem Dellen von Individualismus zeugten!

Und weil ihr gerade im Leistungskurs Informatik sitzt: die AC/DC Einritzungen auf den Tischen sind von UNS – und es geschieht Euch nur recht, wenn ihr glaubt, dass die Dinger aus dem Physiksaal kommen, wo irgendein findiger Schüler seinerzeit die Abkürzung für „Wechselstrom/Gleichstrom“ in die Bank gemeißelt hat! Also erzählt uns nichts über die 80er…

Und ja, hiermit entschuldige ich mich, auch im Namen meiner Altersgenossen, für Modern Talking. Das haben wir nicht gewollt.

Verfasser unbekannt

Bedürfnisse!

Dieser Text ist eigentlich für Männer aber als Frau fand ich den so witzig, der musste einfach hier rein. 😉

Ich hatte nie richtig verstanden, warum Sexbedürfnisse von Männern und Frauen so unterschiedlich sind. Alle diese Geschichten von Mars und Venus… Und ich hatte auch nie verstanden, warum Männer mit dem Kopf und Frauen mit dem Herz denken.

Letzte Woche sind meine Frau und ich ins Bett gegangen. Wir fingen an, uns unter der Decke anzufassen, zu streicheln … . Ich war schon sehr heiß und ich dachte, das beruht auf Gegenseitigkeit, da die ganze Sache eindeutig sexuell orientiert war. Aber genau in dem Moment sagte sie mir: „Hör zu, ich hab jetzt keine Lust, Liebe zu machen, ich hab‘ nur Lust, dass du mich fest in deinen Armen nimmst, mmh?“

Ich antwortete: „Was?“

Sie sagte mir dann die Zauberworte: „Du kannst einfach mit den emotionellen Bedürfnissen einer Frau nicht umgehen.“

Am Ende hab‘ ich kapituliert und resigniert: Ich hatte in dieser Nacht keinen Sex, und so bin ich eingeschlafen. Am nächsten Tag gingen meine Frau und ich in ein Einkaufszentrum bummeln. Ich sah sie an, als sie 3 schöne, aber teure, Kleider anprobierte. Da sie sich nicht entscheiden konnte, sagte ich ihr, sie soll alle 3 nehmen.

Sie konnte ihren eigenen Ohren nicht trauen, und so von meinen verständnisvollen Worten motiviert sagte sie weiter, sie würde natürlich aufgrund der neuen Kleider ein Paar neue Schuhe brauchen, die leider 200 Euro kosteten. Dazu habe ich gesagt, ich fände es richtig.

Danach sind wir am Juwelier vorbeigelaufen. Sie wollte hinein und kam mit einer Armkette mit Diamanten heraus. Wenn Ihr sie gesehen hättet… Sie war total begeistert! Sie glaubte wahrscheinlich, ich wäre plötzlich verrückt geworden, aber das war ihr eigentlich egal. Ich glaub‘, ich hab ihr ganzes philosophisches Schema kaputt gemacht, als ich ihr wieder „Ja“ sagte.

Jetzt war sie fast sexuell erregt. Leute, ihr Gesicht war unglaublich, das hättet Ihr sehen müssen. Genau in dem Moment sagte sie mir mit ihrem schönsten Lächeln „Gehen wir zur Kasse zahlen!“

Es war so schwierig, nicht anfangen zu lachen, als ich ihr sagte: „Nein, Schatz, ich glaub‘, ich hab jetzt keine Lust, die ganzen Sachen zu kaufen“. Ihr Gesicht wurde kreidebleich, wirklich, und noch mehr, als ich noch dazu sagte: „Ich hab‘ jetzt nur Lust, dass du mich umarmst“. Als sie vor Wut und Hass fast platzte, kam natürlich das letzte Meisterstück: „Du kannst mit den finanziellen Bedürfnissen eines Mannes einfach nicht umgehen.“

Ich fürchte, ich werde die nächsten 20 Jahre keinen Sex mehr haben…

Verfasser unbekannt

Upgrade-Problematik

…was für unsere Väter noch der Fußball war – ist für den modernen Mann die Upgrade-Problematik.

Letztes Jahr hat ein Freund von mir den Upgrade von Freundin 1.0 nach Ehefrau 1.0 vollzogen und dabei die Erfahrung gemacht, daß letztere Applikation extrem viel Memory benötigt und nur sehr wenige Systemressourcen übrig läßt.

Nun fand er überdies noch heraus, daß diese Applikation zusätzliche Child-Prozesse aufruft, was natürlich noch mehr der schon raren Systemressourcen beanspruchen wird. Keines dieser Phänomene wurde in der Produktbeschreibung oder der Anwenderdokumentation erwähnt, wenn er auch bereits von anderen Anwendern darauf hingewiesen wurde, daß dies aufgrund der Natur dieser Applikation zu erwarten wäre.

Nicht nur, daß sich Ehefrau 1.0 schon beim booten einklinkt, wo es sämtliche Systemaktivitäten überwachen kann, mußte er weiterhin feststellen, daß einige Applikationen wie SkatNacht 10.3, Besäufnis 2.5 und KneipenNacht 7.0 überhaupt nicht mehr laufen. Das System stürzt einfach ab, wenn er diese Anwendungen starten will, obschon sie früher problemlos liefen.

Bei der Installation bietet Ehefrau 1.0 keinerlei Optionen, unerwünschte Plug-Ins wie Schwiegermutter 55.8 oder Schwager (Beta Release) auszuschalten.

Darüber hinaus scheint die Systemperformance jeden Tag mehr und mehr zu schwinden. Die Features, die er in der kommenden Version Ehefrau 2.0 gerne sehen würde, wären:

A. einen Erinnere-mich-nie-wieder-Button,
B. einen Minimize-Button,
C. ein Uninstall-Programm, das es ihm ermöglicht, Ehefrau 2.0 jederzeit ohne Verlust von Cache oder anderer Systemressourcen zu deinstallieren sowie
D. eine Option, den Netzwerktreiber im Multitasking-Modus zu starten um somit mehr aus der Hardware herauszuholen.

Ich persönlich habe beschlossen, alle Kopfschmerzen mit Ehefrau 1.0 zu vermeiden und bleibe deshalb bei Freundin 2.0. Doch auch hier fand ich manche Probleme:

Zunächst mal kann man Freundin 2.0 nicht einfach über Freundin 1.0 drüberinstallieren. Zuerst muß nämlich Freundin 1.0 sauber deinstalliert werden. Andere Anwender behaupten, dies sei ein bekannter Bug, dessen ich mir bewußt sein sollte. Offenbar verursachen beide Versionen von Freundin Konflikte beim gemeinsamen Verwenden der I/O Ports. Man müßte eigentlich meinen, ein so dummer Fehler sollte mittlerweile behoben sein.

Doch es kommt noch schlimmer: Der Uninstall von Freundin 1.0 läuft nicht sonderlich zuverlässig. Er läßt immer wieder unerwünschte Rückstände der Applikation im System.

Ein anderes ernstes Problem: Alle Versionen von Freundin lassen in unregelmäßigen Abständen ein Hinweisfenster erscheinen, das mit einer lästigen Meldung auf die Vorteile des Upgrades auf Ehefrau 1.0 hinweist.

Fehlerwarnung:
Ehefrau 1.0 hat einen undokumentierten Bug: Wenn Sie versuchen, Geliebte 1.1 zu installieren, bevor Ehefrau 1.0 deinstalliert ist, wird Ehefrau 1.0 alle MSMoney-Dateien löschen, bevor sie sich selbst deinstalliert. Danach wird sich aber Geliebte 1.1 wegen fehlender Systemressourcen nicht mehr installieren lassen.

Work-Around:
Um den oben erwähnten Bug zu umgehen, installieren Sie Geliebte 1.1 auf einem anderen System und stellen sicher, daß niemals ein Datentransfer, wie zum Beispiel LapLink 6.0, laufen kann. Seien Sie sich auch bewußt, daß gewisse Shareware-Applikationen ein Virus mit der Bezeichnung „Ai/dS“ enthalten könnten, das Ehefrau 1.0 infizieren könnte. Arbeiten Sie deshalb stets mit resistent installiertem Protection-Tool Pre-Serv$ativ.SYS. Eine andere Möglichkeit wäre, Geliebte 1.0 über das UseNet unter anonymem Namen laufen zu lassen. Hüten Sie sich aber auch hier vor Viren, die Sie versehentlich über das UseNet herunterladen könnten.

Verfasser unbekannt

Warum ich meine Sekretärin feuerte

…und noch eine Männergeschichte… 😉

Vor zwei Wochen hatte ich meinen 40. Geburtstag und fühlte mich ohnehin nicht sehr wohl. Ich ging zum Frühstück. Meine Frau sagte nicht einmal „Guten Morgen“, schon gar nicht „Alles Gute“. Die Kinder sagten auch kein Wort und ließen mich völlig links liegen.

Auf dem Weg ins Büro fühlte ich mich ziemlich niedergeschlagen. Ich ging durch die Eingangstüre meines Büros. Als Janet, meine Sekretärin, auf mich zukam und „Alles Gute zum Geburtstag, Boss“ sagte, fühlte ich mich ein bisschen besser. Wenigstens eine hatte sich erinnert.

Ich arbeitete bis mittags. Pünktlich um zwölf klopfte Janet an die Tür und sagte: „Es ist ihr Geburtstag. Lassen Sie uns doch Mittagessen gehen, nur Sie und ich“. Wir gingen nicht in das übliche Lokal, fuhren aufs Land zu einem kleinen gemütlichen Restaurant, um ein wenig Privatsphäre zu haben. Wir tranken zwei Martinis und erfreuten uns am hervorragenden Mahl.

Auf dem Weg zurück ins Büro sagte Janet: „Wissen Sie, es ist so ein schöner Tag, und es ist ihr Geburtstag. Wir müssen doch nicht zurück ins Büro fahren, oder? Fahren wir doch zu mir in meine Wohnung und trinken noch einen Kaffee.“ Als wir in ihrem Appartement ankamen, tranken wir statt Kaffee noch ein paar weitere Martinis und rauchten gemütlich eine Zigarette.

Nach einiger Zeit sagte Janet: „Wenn es Sie nicht stört, würde ich mir gerne etwas Bequemeres anziehen. Ich gehe nur schnell ins Schlafzimmer und bin gleich wieder da.“

Nach einigen Minuten kam sie wieder heraus. Sie trug eine Geburtstagstorte in den Händen – gefolgt von meiner Frau, den Kindern sowie den engsten Mitarbeitern.

Alle sangen „Happy Birthday“.

Und ich saß auf der Couch und hatte außer meinen Socken nichts mehr an…

Verfasser unbekannt

Die Ballade vom Bitkönig

Wer tastet sich nachts die Finger klamm?
Es ist der User mit seinem Programm.
Er tastet geschwind, er tastet schnell,
Im Osten wird der Himmel schon hell.

Sein Haar ist ergraut, die Hände, sie zittern,
Vom unablässigen Kernspeicherfüttern.
Da – aus dem Programm tönt ein Geflüster:
„Wer popelt an meinem Befehlsregister?“

Bleib‘ ruhig, bleib‘ ruhig, meine liebe ZE,
Ich tu‘ dir ganz bestimmt nicht weh.
Mein Meister, mein Meister und siehst du nicht dort,
Aus dem Akku schleicht sich ein Vorzeichen fort.

Nur ruhig, nur ruhig, mein liebes Kind,
Ich hole es wieder, ganz bestimmt.
Mein Meister, mein Meister, hörst du das Grollen,
Der wilden Bits durch den Speicher tollen?

Nur ruhig, nur ruhig, das haben wir gleich,
Die sperren wir in den Pufferbereich.
Er tastet wild, er tastet besessen,
Mist – jetzt hat er das Sichern vergessen.

Der Rechner schreit auf in höchster Qual,
Da zuckt durch das Fenster ein Sonnenstrahl.
Die Konsole schimmert im Morgenrot,
Der Bitkönig lebt – das Programm ist tot.

Verfasser unbekannt

Das Erlvirus

Wer surft so spät durch Nacht und Netze?
Es ist der User in wilder Hetze!
Er hält sein Windows fest im Arm,
und auch dem Modem ist schon warm.

„Mein Windows, was birgst du so bang dein Gesicht?“
„Siehst, User, du das Virus nicht?
Den Trojanerkönig mit Macro und Wurm?“
„Mein Windows – es ist nur ein Datensturm.“

„Betriebssystem, komm geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch‘ bunte WebSites sind an dem Strand,
und auf den Servern gibt’s viel Tand.“

„Mein User, mein User, und hörest du nicht,
was das Virus mir leise verspricht?“
„Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
es piepst nur das Modem, das wieder mal spinnt.“

„Willst, feines Windows, du mit mir gehen?
Mein Makro soll dich kitzeln schön,
meine Routinen werden die Bytes dir recht schütteln,
und löschen und deine Dateien gut rütteln!“

„Mein User, mein User, und siehst du nicht dort
des Trojaners HEXE am düsteren Ort?“
„Mein Windows, mein Windows, ich seh‘ es genau;
es glimmt doch mein alter Schirm nur so grau.“

„Ich liebe dich, mich reizt deine DLL;
und willst du gleich booten
dann lösch ich dich schnell.“

„Mein User, mein User, die Platte läuft an!
Trojaner hat mir ein Leid angetan!“
Dem Surfer graust’s, er klickt geschwind,
und in der Leitung das Bit gerinnt;
er kappt die Verbindung mit Müh‘ und Not,
jedoch zu spät – der Bildschirm bleibt tot.

Verfasser unbekannt

Rabenweisheit

Ein Rabe sitzt im Wald auf einem Ast. Kommt ein zweiter Rabe vorbei und fragt: „Was machst du denn da?“
„Nix, ich sitz nur da und schau blöd.“
„Klingt gut, das mach ich auch“.
Und der zweite Rabe setzt sich neben den ersten auf den Ast.

Kurze Zeit später kommt ein Hase daher und sieht die beiden Raben.
„Was macht ihr denn da?“
„Nix, wir sitzen nur da und schauen blöd.“
„Das will ich auch probieren,“ sagt der Hase und hockt sich unter den Ast.

Es dauert nicht lange, da kommt ein Fuchs des Weges.
Er sieht den Hasen und die beiden Raben und fragt: „Was macht ihr denn da?“
„Nix, wir sitzen nur da und schauen blöd,“ erklärt ihm der Hase.
„Aha,“ meint der Fuchs und gesellt sich zum Hasen.

So hocken alle vier da, machen nix und schauen blöd, bis ein Jäger vorbeikommt und den Fuchs und den Hasen erschießt.

„Siehst, was ich immer sag,“ meint der eine Rabe zum anderen, „nix tun und blöd schauen geht nur in einer höheren Position.“

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