Kräuterbeet

„Ein Schmetterling ohne Blüte ist wie eine Blume ohne Regen“

Hast Du schon einmal einen Schmetterling husten oder niesen hören? – Eben! Ich auch nicht. 😉

Schmetterlinge mögen gerne den Nektar von Blüten an Pflanzen oder Wildkräutern und darum sind die Gaukler auch so gesund. 😉
Deswegen habe ich beschlossen, in meiner Homepage eine kleine Seite dafür einzurichten.
Ein kleiner Auszug mit Tipps zur Verwendung ist hier zu finden und noch etwas Wichtiges; selbstverständlich braucht man aus diesen Kräutern und Pflanzen nicht immer nur Tee zu bereiten. 😉
Bevorzugt werden sollten junge Triebe, Blätter und/oder die Blüten.
WICHTIG! Auf KEINEN Fall sollten Kräuter, die in der Küche zum Verzehr verwendet werden, gedüngt werden.
Immer daran denken: Auch Heilpflanzen und Kräuter in Maßen und nicht in Massen!

Anis

Anis ist ein Gewürz und duftet süß-würzig. Aus den weißen Blütendolden entstehen die Früchte. Das Kraut würzt Gemüse, Salate und Soßen. Die Samen verwendet man für Backwaren, Pizza und Kompott.
Wirkung: appetitanregend und blähungsstreibend.

Bohnenkraut

Das Bohnenkraut hat leicht behaarte, sehr aromatische Blätter und weiße bis rosaviolette Blüten. Geerntet wird das Kraut, auch blühend. Das Kraut kann frisch, getrocknet oder gefrostet verwendet werden. Es würzt Bohnengemüse und andere Hülsenfrüchte, Kartoffelgerichte, Eintöpfe und Fleisch, in kleinen Mengen auch Soßen.
Wirkung: stimulierend, verdauungsfördernd, gegen Blähungen und Durchfall.

Dill

Die ganze Würzpflanze duftet angenehm. Die Samen schmecken kümmelartig. Frischer Dill ist besonders geeignet zum Würzen von Salaten, Rohkost, Suppen, besonders gut passt Dill zu Gurken und zu Fisch. Die Blütenstände werden zum Einlegen von Gewürzgurken verwendet. Die Samen, wie Kümmel, auch als Schlaftee verwendet.
Wirkung: appetitanregend, verdauungsfördernd und nervenberuhigend.

Fenchel

Es heißt ja aller guten Dinge sind Drei. Das trifft auf den Fenchel zu, denn er ist Gemüse-, Würz- und Heilpflanze. Die Knolle wird als Gemüse verarbeitet, die Fenchelblätter fein gehackt würzen Suppen, Salate, Mayonnaisen und die Samen (mit Anis vergleichbar) werden manchmal in Schwarzbrot mitgebacken oder zu Tee aufgegossen. Dieser wirkt dann beruhigend bei Magen- und Darmbeschwerden.
Wirkung: antibakteriell, entspannend, harntreibend, krampflösend, appetitanregend, schleimlösend.

Gartenkresse

Die Blätter der rasch wachsenden Pflanze schmecken rettichartig scharf. Kresse würzt Salate, grüne Soßen, Quark, Eierspeisen, Rohkost und ist ebenfalls als Brotbelag geeignet.
Wirkung: Kresse wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, blutreinigend und ist geeignet für entschlackende Frühjahrskuren.

Ingwer

Ingwer würzt das Wasser im „Brunnen der Seligen“ – so gilt im orientalischen Raum das Aroma des Ingwers als paradiesischer Duft.
Der Ingwer ist im eigentlichen Sinne keine Wurzel, sondern ein Rhizom – so nennt man den Wurzelstock aus unterirdischen knolligen Trieben, die sich in die Erde graben. Diese Pflanze ist ein bambusähnliches Schilfgewächs. Frisch geschälter Ingwer duftet nach Limettenschale.
Verwendung: Ingwer eignet sich hervorragend für Dressings und Marinaden. Unentbehrlich ist er aber in der Lebkuchen- und Printenbäckerei. Die Schärfe des Ingwers hat durchaus etwas besonderes und verleiht eine innere Wärme. Harmonisch passt er auch zu Basilikum, Chili, Limetten und Zitronen. Er wird gerieben, fein gehackt oder in Scheiben geschnitten.
Wirkung: Ingwer enthält viele wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Er fördert die Sekretproduktion von Magen und Gallenblase und schützt die Magenschleimhaut. Ingwer hat schmerzstillende, entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften.

Kamille

Wer kennt sie nicht die Kamille? Sie ist eine alte Heilpflanze die vielfältige Verwendung fand und findet. Den typischen Kamillenduft der zarten weißen Blüten mit dem gelben Köpfchen kennt sicher jeder. Kamillenblüten kann man dem Badewasser zusetzen oder die Blüten in ein kleines Baumwollsäckchen geben und mit heißem Wasser übergießen, etwas abkühlen und damit als Kompressen auf die Haut auflegen, z. B. bei Hautunreinheiten, da Kamille die Haut beruhigt.
Kamillentee schmeckt etwas besser mit Honig. 😉
Anwendung findet Kamille bei Magen- Darmbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Hauterkrankungen, Zahnfleischentzündungen, bei Erkrankung der Luftwege durch Inhalation.
Von einer Anwendung des Aufgusses im Augenbereich wird abgeraten.
Wirkung: antibakteriell, austrocknend, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schmerzlindernd, schweisstreibend.

Lavendel

Bekannt ist Lavendel als Heilpflanze, deren getrocknete Blüten als Tee bei Magenbeschwerden aber auch bei Einschlafstörungen verwendet werden. In Bündeln getrocknet duftet Lavendel in Wäscheschränken oder im Haus verteilt. Verwenden kann man Lavendel in Soßen, Eintöpfen und Fischgerichten.
Wirkung: beruhigend, schlaffördernd und blähungstreibend.
Hinweis: Mehr über diesen angenehm duftenden Halbstrauch im Blumengarten.

Liebstöckel

Der Liebstöckel ist urspünglich eine mediterrane Pflanze, gilt aber als typisch deutsches Gewürz. Die Blätter des Liebstöckel erinnern an die Blätter der glatten Petersilie. Das Liebstöckelaroma ist leicht erdig, kraftvoll und eindringlich und passt deshalb gut zu Wurzelgemüse wie Karotten, Kartoffeln, Sellerie, Tomaten usw. Das Binden mit Sahne oder Creme fraiche nimmt dem Liebstöckelaroma die Spitze.
Wirkung: harntreibend und entwässernd, deshalb Bestandteil von Teemischungen gegen Blasenentzündungen.
Zum schmunzeln: Im Mittelalter pflegten junge Mädchen den Brauch, ihr Badewasser mit Liebstöckel zu parfümieren – um die Gunst der Männer auf sich zu ziehen. 😉 Auf der anderen Seite meinten unsere Vorfahren, man könne mit seinem intensiven Duft böse Geister vertreiben… 😉

Melisse

Mit dem zitrusähnlichem Duft und den unscheinbaren Blättern ist die Melisse denoch eine Heilpflanze. Melissentee hilft bei Magen- und Darmbeschwerden. Am Morgen getrunken gibt er Schwung für den Tag. Am Abend beruhigt und entspannt er, fördert den Schlaf. In den Wintermonaten stärkt Melisse die Abwehr von Erkältungen.
Melisse kann auch für ein Vollbad verwendet werden. Dazu etwa 150 g Melissenblätter in ein Baumwollsäckchen packen und in die Badewanne legen. Danach das Badewasser einlassen. Eine halbe Tasse Bienenhonig zum Schluss dazugeben – entspannen und wohlfühlen. 🙂
Wirkung: beruhigend und ausgleichend.

Oreganom

Der Name bedeutet übersetzt aus dem griechischen: Schmuck der Berge (Oros = Berg und Ganos = Schmuck, Glanz). Abgeleitet davon ist das italienische Origano. Diese weißblühende Pflanze gibt es in zwei Arten, den würzigen wohlschmeckenden oder den ertragreichen für Teebereitungen. Origano am besten während der Blüte ernten. Frische junge Triebe und Blätter erhält man den ganzen Sommer lang. Origano würzt Fisch-, Fleisch-, Suppen- und Kartoffelgerichte. Ebenso Spaghetti, Tomaten, Quark und Käse, jedoch ist Origano das klassische Pizzagewürz in der italienischen Küche und in der griechischen ist es von Gyros nicht wegzudenken.
Tipp: Im Garten sollte Oreganum an einen vollsonnigen Platz gepflanzt werden. Sonne und Wärme verstärken die Bildung der ätherischen Öle.
Wirkung: appetitanregend, krampflösend und nervenstärkend.

Pfefferminze

Die Blätter der Pfefferminze duften frisch zitronig. Zum würzen werden junge Triebe verwendet für Salate, Rohkost, Desserts, Kräuteressig. Für Tee eine handvoll frischer Blätter mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Entweder heiß trinken oder gerade im Sommer abkühlen lassen, dann in den Kühlschrank stellen. Mit etwas Honig süßen oder Sirup und kalt genießen.
Wirkung: erfrischend, magenfreundlich und stimulierend.

Rosmarin

Aus der mediterranen Küche ist diese Pflanze nicht mehr wegzudenken. Die Pflanze duftet angenehm nach Weihrauch und Nadelholz. Verwendet werden frische junge Triebe zum Würzen und Mitkochen in Fleisch-, Grill-, Kartoffel- und Gemüsegerichte. Zum Trocknen erntet man die Triebe vor oder während der Blüte.
Wirkung: appetitfördernd, anregend und stärkend.

Salbei

Dieser Halbstrauch duftet streng würzig. Die Salbeiblätter oder auch die jungen Triebe werden zum Würzen von Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten verwendet.
Einige Blätter mit kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen, lindert bei Halsschmerzen, evtl. mit Honig süßen. Angenehmer im Geschmack sind allerdings Salbeibonbons. 😉
Bei Zahnfleisch bluten regelmäßig ein Salbeiblatt zerkauen, schmeckt scheußlich – hilft aber.
Wirkung: stimulierend und allgemein kräftigend.

Thymian

Ein Zwergstrauch der stark würzig duftet. Verwendet werden die Jungtriebe die bis kurz vor der Blüte geerntet werden. Fleisch-, Kartoffel-, Gemüsegerichte können mit kleinen Mengen Thymian gewürzt werden. Suppen, Pizza und Soßen erhalten ebenfalls mit Thymian gewürzt einen besonderen Geschmack.
Wirkung: Thymian fördert die Verdauung, wirkt krampf- und schleimlösend.
Hinweis: Thymian ist nicht nur ein duftendes Küchengewürz, im Garten ist der Sonnenanbeter ein optischer Genuss. Allerdings neigt der immergrüne Halbstrauch im Laufe der Jahre zum Verholzen, sodass die Erntemenge zunehmend abnimmt. Deshalb sollte man alle drei bis vier Jahre neue Sträucher pflanzen. Eine wunderbare Alternative ist auch der Zitronenthymian, schon bei kleinster Berührung der zarten Blättchen versprüht er sein zartes Zitronenaroma.

Zitronengras

Dieses Gewächs kommt aus Südostasien und Indien. Die schilfartigen Blätter werden vor allem frisch in der Küche als Gewürz verwendet. Der saftige Stiel und die Basis der Blätter werden in der Küche genutzt. Getrocknetes Zitronengras ist in Stücken oder gemahlen im Handel erhältlich, weist aber nur schwaches Aroma auf. Die langen, frischen Blätter werden in Asien (zum Beispiel in Thailand) auch zur Erzeugung durstlöschender Teegetränke verwendet. Mit Zitronengras kann man zubereiteten Speisen ein besonders rundes Aroma verleihen durch den frischen zitronenartigen Geschmack mit einem Hauch von Rosenduft. Bei uns ist diese Geschmacksrichtung eher unbekannt und wird deshalb als exotisch empfunden. Dabei passt Zitronengras hervorragend zu hellem Fleisch (Geflügel) Kalb, Fisch, Meeresfrüchten und Krustentieren.
Wirkung: erfrischend, hochwirksam antibakteriell, entzündungshemmend und beruhigend. Unter anderem werden die ätherischen Öle von Zitronengras zum abschrecken von Steckmücken verwendet.
Hinweis: besonders gut harmoniert Zitronengras mit Kokos, Ingwer, Knoblauch, Basilikum und Chili.

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