Blumengarten

„Das Licht ist es, was mich schmückt!“ sagte die Blume.
„Aber die Luft läßt dich atmen!“ flüsterte die Dichterstimme.

Ich freue mich wenn ich ab dem Frühling blühende Pflanzen und Blumen in allen Farben und vielfältigen Formen sehen kann. Für Schmetterlinge ist der Nektar der Blüten die Nahrung. Allerdings freut sich so ein schwebender Gaukler mehr über die offenen als über gefüllte Blüten. Bei diesen erreicht er so gut wie gar nicht die süße Speise.

Einige Blüten sehen hübsch in Schalen mit Wasser aus, mit Schwimmkerzen dazwischen oder aber etwas länger abgeschnitten in einer Vase. Allerdings fällt mir dazu ein Spruch aus meiner Kinderzeit ein: Pflückst du Blümchen sei bescheiden, nimm nicht gar zu viele fort, denn die Blümchen müssen leiden und sie zieren ihren Ort…
Seit einigen Jahren gibt es den Modetrend der eßbaren Blüten oder kleineren Blütenblätter zur Dekoration an einer festlichen Tafel. Allerdings gilt auch hier wie schon bei den Kräutern: Auf KEINEN Fall sollten Blüten, die in der Küche zum Verzehr verwendet werden, gedüngt werden.
Eine kleine Auswahl blühender Pflanzen soll hier zu finden sein, aber auch andere Blumen die ich einfach sehr mag.

Akelei

Die Akelei ist eine große Überlebenskünstlerin mit viel Charme, Anmut und Überraschungen. Seit Hildegard von Bingen ist sie nicht nur eine Heilpflanze bei Erkrankungen der Leber und Milz. Als Symbol der Venus werden ihr auch noch potenzfördernde Attribute zugeschrieben. Für die Mönche, die sich die Akelei in den Klostergarten holten, sollte dies aber keine Rolle gespielt haben. Vielleicht hat der gesenkte Blütenkopf, als Ausdruck von Demut, die Mönche inspiriert. Jedenfalls hat die Kirche darin sogar die „Sorgen der Jungfrau Maria“ gesehen. Als heilige Dreifaltigkeit soll das gedrittelte Blatt stehen und sowieso die grazile Blüte als Sinnbild für Anmut. Mit etwas Fantasie erkennt man in der Blüte auch einen Vogel/Taube – das schmale Köpfchen, die Flügel und den Flugschwanz, damit wird symbolisch der hl. Geist dargestellt.

Poetisch wird die Akelei auch gerne „Elfenschuh“ genannt.

Die Blütensporne sehen ähnlich wie Adlerkrallen aus. Deshalb ist vermutlich der Name Aquielegia eine Ableitung von aquila, dem lat. Wort für Adler. Es könnte aber auch sein das der Name von aquilegium (lat. Wasserbehälter) stammt und sich auf die Kelchblätter der Blüten bezieht. Aus dem lateinischen ging der deutsche Name ‚Akelei‘ hervor. Jedenfalls hat die auffallende, nickende Blütenform Anlass zu vielen Volksnamen gegeben: Zigeunerglocken, Teufelsglocken, Kaiserglocken, Narrenkappen und Tintenglocken.

Es gibt aber auch Stimmen die die Akeleien als Bastard bzw. Unkraut bezeichnen, da sie überall wachsen, ja selbst in Mauerritzen. Vielleicht ist die Akelei aber auch nur ein charmanter Vagabund, zieht durch den Garten und erfreut uns mit seinen wechselnden Blütenfarben, da diese in einem Jahr leuchtend blau erscheinen können und im Jahr darauf mit weißen oder rosafarbenen Blüten, eine Wunderblume eben.

Angelonia

Warum Angelonia/Angelface (Engelgesicht) genannt wird weiß ich nicht, ein Engelsgesicht konnte ich jedenfalls in den Blüten nicht entdecken. Aber sie ist so bezaubernd mit den überreichen und zarten Blüten, so dass sie sehr apart sonnige bis halbschattige Plätze ziert. Die außergewöhnliche Blütenform erinnert an Mini-Löwenmäulchen oder kleine Orchideenblüten. Die Blüten stehen in langen aufrechten Rispen. Die Blütezeit beginnt im Juni und endet im Oktober. Die Blütenfarben gibt es in weiss mit hellvioletten Linien, weiss oder purpur.

Ursprünglich stammt Angelonia aus Brasilien. Da es dort sehr warm ist, wird sie dort als mehrjährige Staude gehalten. Bei uns ists eher schwierig sie durch den Winter zu bringen, da das Pflänzchen sehr frostempfindlich ist. Unter 16° C sollte die Temperatur in der Nacht nicht fallen.

Es gibt sie in unterschiedlichen Größen. Bei den Pflanzen, die 60 – 70 cm hoch werden, sollten die Triebe angebunden werden, da sie bei starkem Wind leicht knicken. Verblühtes muss nicht entfernt werden, deshalb ist die Pflanze ansonsten recht pflegeleicht. Ab und an mit Wasser ansprühen, um für die nötige Luftfeuchtigkeit zu sorgen.

Bauernorchidee

Die Bauernorchidee wird auch als „Orchidee des kleinen Mannes“ bezeichnet, obwohl sie gar nicht zu den Orchideengewächsen gehört. Jedoch sorgt sie im Garten oder als Zimmerpflanze im Haus mit ihren zahlreichen orchideenartigen Blüten für romantisches Flair.

Die Pflanze blüht von April bis Juni in Rot-Weiß, Lila-Weiß, Rosa-Weiß und Rosa Tönen. Mit Wärme wie Kälte kommt dieses Blühschätzchen gut klar und wenn sie beständig feucht gehalten wird (keine Staunässe) hat man am Charme dieser Pflanze lange Freude. Egal ob Schatten, Halbschatten oder sonniger Standort. Nach der ersten Blüte kann ein Rückschnitt sowie reichliche Bewässerung und Düngung helfen das die Pflanze evtl. ein zweites Mal blüht.

Cosmea

Das Schmuckkörbchen, wie Cosmea oder auch Kosmee genannt wird, blüht in leuchtenden Farben von Juni bis zum Frost in pink, zartrosa, rot, weiß und weitere Farben. Halbschatten oder volle Sonne wird prima vertragen, gut ist allerdings ein windgeschützter Standort, da die Stängel sehr zart sind und die Blätter sehr filigran. Cosmea wirkt federleicht, wenn sanfter Wind über die großen Blüten streicht.

Cosmea wächst in die Breite und braucht im Garten mehr Platz. Hohe Sorten benötigen eine Stützhilfe und alte Blüten sollten regelmäßig entfernt werden. Als Schnittblume kann man sie auch gut in eine Vase stellen; da sie den ganzen Sommer über fleißig nachblüht, nimmt sie einen Schnitt für die Vase nicht übel. Als krautige Pflanze ist sie anspruchslos an den Boden, Wasser wird nur mäßig benötigt, bei voller Sonneneinstrahlung sollte aber regelmäßig gegossen werden.

Die Cosmea ist eigentlich eine einjährige Pflanze, allerdings kann man die Samen sammeln und im nächsten Frühjahr ab Mai direkt aussäen oder aber in Blumentöpfen auf der Fensterbank vorziehen und dann im Frühjahr ins Beet pflanzen.

Hibiskus

Der Hibiskus ist ursprünglich auf den polynesischen Inseln, China und Südostasien beheimatet. Es gibt ihn aber inzwischen auch im gesamten tropischen und subtropischen Raum. Über 200 Arten gehören zu dieser Pflanze zu der auch die Familie der Malvengewächse gehört und in zahlreichen Größen, Farben und Formen zu erhalten ist. Es gibt den Hibiskus als Zimmerpflanze sowie als Kübel- oder Gartenpflanze.

Bei richtiger Pflege blüht der Hibiskus vom Frühling bis in den Herbst hinein. Er besticht durch seine Blütenfülle. Wenn die Topfpflanzen während der Blütezeit nicht bewegt während danken sie es mit einer herrlichen Blütenpracht.

Zu Beginn des Frühlings oder im Herbst sollte die Pflanze leicht zurückgeschnitten werden. Diese Triebspitzen kann man als Stecklinge verwenden. Diese benötigen einen warmen Boden und werden zusätzlich mit einer Plastikfolie abgedeckt, um die Luft feucht zu halten. Der Hibiskus mag es sonnig, warm und windgeschützt da er eine Pflanze des Südens ist, außerdem benötigt er sehr viel Wasser, so dass die Erde immer leicht feucht, aber nie nass ist. Durch regelmäßiges Sprühen sorgt man für die notige Luftfeuchtigkeit die diese Pflanze benötigt und auch regelmäßiges Düngen alle ein bis zwei Wochen dankt die Pflanze mit Blütenreichtum und Wachstum.

Während der Wintermonate sparsamer gießen und für einen hellen Standort mit einer Temperatur zwischen 12 und 14 Grad C sorgen.

Iris

Die Iris ist die Blume der Könige, so sagt man seit dem Altertum. Apart, zauberhaft und leuchtend in allen Farben ist sie eine echte Zierde im Garten, sozusagen die Königin unter den Gartenpflanzen, da sie sehr sinnlich wirkt.

Auf der funkelnden Bahn des Regenbogens soll die Göttin Iris die Sterbenden ins Jenseits begleitet haben – so die griechische Mythologie. In Frankreich ist die Bourbonlilie, eine stilisierte Iris, das Zeichen der Könige. Das Wappen der Stadt Florenz ist ebenfalls eine stilisierte Iris. Die berühmte Florentiner Seife wird seit dem 15. Jahrhundert mit einem Iris-Extrakt hergestellt. Jedoch sind ihre wertvollen Inhaltsstoffe ebenso wichtig in der Aromatherapie, Pflanzenheilkunde und Kosmetik. Das nach Veilchen duftende ätherische Öl wird heute auch in der Hospizarbeit verwendet.

Oft wird sie in einem Zuge mit der Lilie genannt, botanisch gehört sie zu den Schwertlilien – nicht zu der Art der Liliengewächse. Die Iris liebt sonnige Plätze, dann schüttet sie einen reichen Blütenregen aus. Im Schatten wächst sie, blüht jedoch nicht. Düngen nur mit Naturdünger oder etwas Kompost. Sie mag einen lockeren Boden ohne Staunässe. Einige Sorten mögen auch nassen Boden, das sind Pflanzen für den Gartenteich. Die Blüte dauert, je nach Sorte, von Mai bis Ende Juni. Die Blüten werden in dieser Zeit von Hummeln bestäubt. Nach der Blüte sammelt die Pflanze Kraft fürs nächste Jahr, deswegen die verblühten Strünke nicht abschneiden. Die Rhizome (Wurzelknollen) können von Ende Juli bis August geteilt bzw. gepflanzt werden (ca. alle drei bis 4 Jahre). Das bietet sich vor allem dann an wenn nach einigen Jahren die Blühfreudigkeit nachlässt.

Lavendel

Im Mittelmeerraum ist Lavendel wild wachsend zu finden. Bei uns ist der Halbstrauch eine bliebte Gartenpflanze entweder im Kräuterbeet oder zwischen Rosen, da er während der Blüte die Blattläuse von den Rosen fernhält.

Der Lavendel blüht im Frühsommer und verströmt dann seinen charakteristischen Duft. Der Strauch wird bis zu 60 cm hoch ist nicht sehr anspruchsvoll, möchte nur gerne einen sonnigen Platz und braucht wenig Wasser. Nach der Blüte im Herbst nur die verblühten Triebe entfernen. Ein starker Rückschnitt sollte erst im Frühjahr erfolgen. Schmetterlinge aber auch Hummeln und Bienen lassen sich gerne vom Duft des Lavendels anlocken.

Möchte man die Blüten trocknen, dann zu Beginn der Blütezeit die Blüte samt Stiel abschneiden und aufgehängt trocknen. Als Badezusatz hilft der Lavendel zum Entspannen bei Unruhezuständen. In kleine Baumwollsäckchen gefüllt und in den Wäsche- oder Kleiderschrank gelegt hält der Lavendel die Motten fern. Außerdem duftet es im Schrank dann schön nostalgisch nach Urlaub.

Löwenmäulchen

Das Löwenmäulchen ist eine anspruchslose Pflanze. Mit den farbenprächtigen Blüten ist sie eine beliebte Sommerblume, schon seit Großmutters Gartenzeiten. Fast alle Rottöne, aber auch weiße und gelbe Farben, findet man bei den Blüten. Die Blüten sind so aneinandergereiht das sie wie eine hohe Kerze aussehen. Knipst man die Triebe über dem 7. Blattpaar ab, verzweigt sie sich besser. Verblühtes sollte entfernt werden da die Pflanze sonst nicht mehr weiterblüht und Samen ausbildet.

Ab April kann man die Pflanzen ins Freiland setzen, zwischen Juli und Oktober blüht sie dann an sonnigen bis halbschattigen Standorten und in einem normal gedüngten, feuchten, aber nicht nassen Boden. Kommt es im Frühling noch zu späten Nachtfrösten kann die widerstandsfähige Pflanze das durchaus aushalten. Auch eine längere Trockenperiode hält die Pflanze, die nicht zimerplich ist, aus.

Hoch wachsende Sorten sollten aber besser angebunden werden, da sie bei starkem Wind leicht umknicken. Wird eine Einzelblüte der Pflanze leicht zusammengedrückt, dann öffnet sich die Blüte zu einem Mäulchen – das sieht dann wirklich wie ein Löwenmäulchen aus. Hübsch sieht das Löwenmäulchen zusammen mit anderen Pflanzen in Blumenkübeln, oder Balkonkästen aber auch direkt im Gartenbeet aus. Auch als Schnittblume kann man sie hervorragend verwenden.

Maiglöckchen

Diese Maiblume nannte man im Mittelalter auch Marienträne, da sie aus Marias Tränen unter dem Kreuz entstanden sein soll. Wegen der weißen Blüte und der grünen Blätter, die für Reinheit und Hoffnung stehen, ist dieser Frühlingsblüher aus dem Frühlingswald besonders begehrt für Brautsträuße. Da seine Blüten jedoch schnell vergehen und abdorren, steht sie auch für kurzes Liebesglück (vielleicht auch weil diese Pflanze sehr giftig ist).

Das Maiglöckchen blüht von Mai bis Juni. An einer endständigen, langstieligen Traube trägt es seine glockenförmigen Blüten. Diese weisen alle in eine Richtung und duften stark. Die roten Beeren erscheinen dann im Juli – August. Auffällig sind die bogenförmigen Blattnerven. Das Maiglöckchen wird 15 – 25 cm hoch.

Das Maiglöckchen bevorzugt sommerwarme Klimalagen und halbschattige Standorte. Es gedeiht sowohl auf kalkreichen als auch auf sauren Böden.

Nemesia

Nemesia wird auch Elfenspiegel oder Sommerelfe genannt.

Diese Pflanze ist ein Rachenblütler und macht triste Stellen im Garten mit ihrer üppigen Blütenpracht zu einladenden Orten. Sie ist eine einjährige Pflanze und blüht in bunten Farben zwischen Mai/Juni und August. Ideal ist der Elfenspiegel als Balkonpflanze, auf Terrassen oder Fensterbänken. Die weißen, gelben, orangen oder roten Blütendolden sehen immer gut aus und können 25 bis 60 cm lang werden.

Zugluft mag sie allerdings nicht – welche Elfe mag das schon…?

Nemesia mag normale Gartenerde, leichte Kompostdüngung und reichlich Wasser, aber keine Staunässe, gut geeignet ist Regenwasser. Ursprünglich stammt dieser verschwenderische Blüher aus Südafrika und mag es deshalb warm und sonnig. Die Pflanze dankt es dann mit überreicher Blüte. Sinkt die Temperatur unter 15 Grad Celsius bremst der Elfenspiegel sein Wachstum. Schneidet man die Pflanze nach der ersten Blüte zurück, ist es möglich, diese reizende Sommerelfe noch einmal bis in den Herbst hinein zum blühen zu bringen.

Rhododendron

Zu den schönsten Frühlingssträuchern gehört der Rhododendron mit seinen robusten Blättern und den prachtvollen, stark duftenden Blüten. Ausschlaggebend, damit zwischen April und Mai viele Blüten zu sehen sind, ist der richtige Standort: Halbschatten oder lichten Schatten. Wenn sie zuwenig Licht bekommen, blüht die Pflanze mager und schlecht, bei zuviel Sonne vertrocknen sie leicht. Sehr wichtig ist ein kalkfreier, saurer und lockerer Boden mit einem pH-Wert von 4,5 bis maximal 6. Gedüngt wird am besten mit verstärkt magnesium- und eisenhaltigem Dünger. Bodenfeuchtigkeit hält sich gut wenn man die Pflanze mit Laubkompost mulcht.

Sommerflieder

Der Sommerflieder ist eine unter Hummel, Bienen und Schmetterlingen sehr beliebte nektarreiche Pflanze. Deshalb hat der Volksmund dieser Pflanze wohl auch den Namen „Schmetterlingsstrauch“ gegeben. Die Blüten duften stark nach Honig.

Der Standort sollte vollsonnig bis halbschattig gehalten sein in saurer bis kalkhaltiger Erde. Nach dem Einpflanze reichlich und oft gießen, ansonsten steht der Sommerflieder lieber trocken.

Die Blütezeit dauert von Mai bis Juni/Juli, manchmal sogar bis Mitte Oktober. Blütenfarben gibt es in weiß, violett, blau, rosa, purpur, pink oder sogar rot. Die Nachblüte wird durch das Abschneiden verblühter Blütenrispen gefördert. Kompostgaben und Düngergaben nimmt die Pflanze dankbar an. Zum Gießen wird kalkhaltiges Wasser bevorzugt. Wer mit Regenwasser gießt sollte eventuell etwas Kalk beimischen.

Schokoladenblume

Es stimmt, es gibt eine Blume die nach Schokolade duftet. Dabei duftet die gelbblütige Sorte stärker als die rotblütige. Allerdings sieht die dunkelrote Blüte wie Samt aus.

Die Pflanze blüht von Juni bis Oktober. Dabei ist der ideale Standort Sonne und Halbschatten. Von den duftenden Blüten werden Hummeln, Bienen und auch Schmetterlinge angelockt.

Die Pflege ist anspruchslos, schneidet man verblühte Blüten regelmäßig ab, fördert man die Nachblüte. Ebenso ist es ratsam, die Blüten häufig für die Vase zu schneiden. So hat man nicht nur einen „schokoladigen Duft“ im Wohnraum, sondern man fördert auch die weitere Blüte der Pflanzen. Schön sieht sie auch als Kübelpflanze auf Terrasse oder Balkon aus. Ein buntes Potpourri sieht besonders schön aus, das mögen sogar Kinder wegen des kakaoähnlichen Duftes.

Die Pflanze kann man jährlich aus Samen neu ziehen, sie blühen sofort im ersten Jahr. Wer, wie bei Dahlien, die fleischigen Knollen im Herbst ausgräbt, trocken und im Halbdunkel lagert, kann sie im nächsten Frühjahr wieder im Beet einsetzen. Ansonsten übersteht die Knolle draußen im Garten die Kälte nicht, da sie nicht winterhart ist.

Taubnessel

Über diese Pflanze schrieb Hildegard von Bingen: „Wer sie genießt, lacht gerne, denn ihre Wärme, die auf die Milz einwirkt, erheitert das Herz.“

Die Taubnessel ist keine Verwandte unserer Brennnessel. Sie heißt so, weil sie außerhalb der Blütezeit leicht mit der Brennnessel zu verwechseln ist. Denn die Blätter haben ebenso eine herzförmige Form mit stark gesägten Blatträndern, weisen aber keine Brennhaare auf – deswegen „taub…“. Im Frühsommer blüht die Taubnessel rosarot, es gibt aber auch weiße Blüten, die besonders von Hummeln geliebt werden. Essen kann man sie alle. Taubnesselblüten lassen sich prima als Dekoration verwenden. Ein Strauß auf der Küchenfensterbank sieht schön aus und man hat jederzeit eine hübsche Salatdekoration zur Hand.

Jeder hat wohl als Kind schon einmal den süßen Nektar aus den Blüten gesaugt.

Tränendes Herz

Seit Jahrhunderten erobert diese Zierpflanze die Herzen. Große Gefühle sind bei dieser Exotin garantiert, die mit ihren langen ungewöhnlichen Blütenrispen den Frühling einläutet. Ein Grund dafür ist sicher die herzförmige Blütenform und die Tatsache, dass das Tränende Herz um den Muttertag herum blüht. Eine Symbolik für Romantik, Nostalgie und Eleganz. Gelegentlich wird diese Herzblume auch „Flammendes Herz“ genannt.

Krallen zeigt diese schöne Staude allerdings auch. Sie ist nämlich giftig und kann beim Berühren eine Kontakt-Allergie auslösen. Pflückt man ein Tränendes Herz ab, dreht die Blüte um und zieht die beiden Herzflügel auseinander, sieht das Ganze aus, als ob eine junge Frau in der Badewanne steht. Fantasie gehört allerdings mit dazu.

Diese Herzblume die zu den Mohngewächsen gehört, stammt aus lichten, feuchten Berg-Laubwäldern. Dennoch ist sie unkompliziert zu kultivieren. Halbschatten ist optimal. Wenn sie genügend Wasser bekommt, macht ihr auch pralle Sonne nichts aus. Nur Staunässe mag sie gar nicht. Bis zu 1 Meter kann die Staude wachsen. Im Sommer zieht die Pflanze ein und tankt Kraft für die nächste Frühjahrsblüte. Die Blüten an den Rispen blühen von zartrosa bis reinweiß. Gelbe Blüten bringt ein gelber Ranker.

Vanilleblume

Sonnenwende wird die Vanilleblume auch genannt oder Heliotrop. Sie benötigt einen hellen Standort mit viel Sonne. Allerdings vertragen junge Pflanzen keine pralle Sonne. Die Blüten sind nicht regenfest.

Die Pflanze blüht in einem dunklen leuchtenden lila und lockt durch den zarten Vanilleduft auch Schmetterlinge an. Wenn verblühte Blütendolden entfernt werden können sich neue Blüten bilden. Die Pflanze möchte viel Wasser, sonst bekommen die Blätter braune Ränder und vertrocken dann ganz. Den Pflanzballen nie austrockenen lassen. Sollte es dennoch einmal passieren, kräftig gießen, nach einigen Wochen kann es sein das die Pflanze wieder zu blühen beginnt – also nicht gleich aufgeben. Ältere Pflanzen benötigen eine Stütze, da die Blüten sehr schwer werden können.

Die Sonnenwendpflanze mag durchlässigen, ziemlich sandigen Boden ohne viele Düngergaben, wenn gedüngt wird dann in halber Konzentration. Hat es geklappt und man eine Pflanze über den Winter gebracht, dabei sind Temperaturen um die 5° C ideal, nimmt man von ihr Stecklinge und gibt diese in sandig-humoses Substrat. Oder sät im Februar oder März in einem Zimmergewächshaus aus. Man kann auch im Juni aussäen, die kleinen Pflänzchen überwintern und dann im nächsten Frühjahr ins Freiland setzen.

Winterling

Wenn der Winterling durch die Erde spitzt ist der Winter so gut wie vorbei. Er ist der erste Frühlingsbote und trotzt spätem Schnee und Kälte und schenkt uns bereits im Februar mit seinen leuchtend goldenen Blüten eine Ahnung vom kommenden Frühling. Für die Bienen ist der Winterling die erste Nahrungsquelle, denn wahrscheinlich ist dieser frühe Blüher die erste Nektarquelle des Jahres für die fleißigen Bienen.

Der Winterling duftet überwältigend, intensiv süß und frisch und erinnert etwas an Stiefmütterchen-Duft. Fast vornehm sieht er aus mit seiner weit geöffneten Blüte und der grünen Halskrause.

Der Winterling mag es gerne unter Sträuchern und Bäumen, wo er sich ungestört vermehren kann, dabei sind Plätze, die frühjahrshell und nicht zu trocken sind, ideal. Denn Licht brauchen sie nur während ihrer Vegetationszeit. Diese endet mit dem Vergilben und Einziehen der Pflänzchen. Im Frühsommer so ab Juni ist von den Pflänzchen nichts mehr zu finden. Dann mag der Frühlingsblüher es dunkel – die Knöllchen machen ihren Sommerschlaf.

Größere Horste der Winterlinge können unmittelbar nach der Blüte geteilt und umgepflanzt werden, dabei die an den Wurzeln hängende Erde nicht abschütteln. Ansonsten die Knollen vor dem Pflanzen einige Stunden vorquellen.

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