Erzählungen und Geschichten

„Die Seele eines Menschen berühren, heißt, den Schlüssel zu seinem Herzen finden“

Renate Gall

Teil 1: Mami, warum??

Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte.
Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol.
Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest.
Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten.
Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg. Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund Deiner Erziehung – so verantwortungsvoll und fein.
Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Straße ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht. Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss. Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm‘ doch schnell. Wie konnte mir das passieren?
Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon. Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.
Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht.
Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben.
Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren.
Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf. Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm.
Sag‘ meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt „Papis Mädchen“ auf meinen Grabstein.
Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.
Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.
Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe:
Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?

Anmerkung: Dieser Text in Gedichtsform war an der Springfield High School (Springfield, VA, USA) im Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden.
Doch auch bei uns in Deutschland gibt es viel zu oft diese Schicksale!
Unter dem Gedicht stand folgende Bitte: Jemand hat sich die Mühe gemacht, dieses Gedicht zu schreiben. Gib es bitte an so viele Menschen wie möglich weiter. Wir wollen versuchen, es in der ganzen Welt zu verbreiten. Damit die Leute endlich begreifen, worum es geht!

Teil 2: Warum, Mami?

Mami, erinnert ihr euch noch an mich?
Ich habe euch nicht vergessen, auch den Unfall nicht.
Ich weiß es noch, wie, wenn es gestern gewesen wäre und nicht vor einem Jahr.
Die Party, der Wagen, das Blut.
Wie gern hätte ich dich noch einmal gesehen, Mami!
Doch wir werden uns niemals wieder in die Arme nehmen oder uns in die Augen schauen können.
Weil ein anderer nicht aufgepasst hat, sind wir nun für immer getrennt.
Doch mach dir keine Sorgen, Mami.
Hier bin ich nicht alleine, ich habe Freunde gefunden, die mein Schicksal teilen. Auch sie waren nüchtern, Mami, und wurden in einen Unfall verwickelt, bei dem Alkoholkonsum die Ursache war.
Erst letzte Woche kam ein kleines Mädchen zu uns.
Mami, es ist 3 Jahre alt.
Es ist so rein und voller Unschuld und doch musste es sterben.
Der Fahrer hatte getrunken und die Kleine musste sterben.
Warum Mami??? Warum hört das nicht auf?
Haben die Menschen nichts dazugelernt?
Hat ihnen keiner gesagt, dass man nicht betrunken Auto fahren darf?
Mami, wie viele Unschuldige müssen noch sterben, bis die Menschen verstehen, was sie anrichten.
Mussten wir denn alle umsonst unser Leben lassen?
Wir sind alle sinnlos gestorben, Mami. Wird es ewig so weitergehen?
Mami… warum??

Der Polizist

Andi schaute kurz noch einmal auf das Tachometer, bevor er langsamer wurde:
79 innerhalb einer Ortschaft. Das vierte Mal in 4 Monaten. Wie konnte ein Typ denn so oft erwischt werden?
Der Polizist, der ihn angehalten hatte, stieg aus seinem Auto aus. Mit einem dicken Notizbuch in der Hand.
War das Christian? Christian aus der Kirche? Andi sank tiefer in seinen Sitz. Das war nun schlimmer als der Strafzettel.
Ein christlicher Bulle erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche. Einen Typen, der etwas angespannt war, nach einem langen Tag im Büro.
Einen Typen, der morgen Golf spielen wollte. Als er aus seinem Auto sprang, erblickte er den Polizisten, den er jeden Sonntag in der Kirche sah.
Er hatte erst nur den Mann in Uniform gesehen. „Hi Christian. Komisch, dass wir uns so wieder sehen!“
„Hallo Andi.“ Kein Lächeln.
„Ich sehe du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen.“
„Ja, so ist das.“ Christian, der Polizist schien unsicher zu sein.
„Ich bin in den letzten Tagen erst sehr spät aus dem Büro gekommen. Ich denke auch, dass ich die Verkehrsregeln nun mehr als einmal gebrochen habe.“ Andi war nervös und ungeduldig. „Verstehst du, was ich meine ?“
„Ich weiß, was du meinst. Ich weiß auch, dass du soeben ein Gesetz gebrochen hast.“
Aua. Dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern. „Bei wie viel hast du mich erwischt?“
„Siebzig. Würdest du dich bitte wieder in dein Auto setzen?“
„Ach Christian, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort auf den Tacho geschaut, als ich dich gesehen habe! Ich habe mich auf 65 km/h geschätzt!“ Andi konnte mit jedem Strafzettel besser lügen.
„Bitte Andi, setz dich wieder in dein Auto.“
Genervt quetschte Andi sich durch die noch immer offene Türe. Ein Knall und die Tür war zu. Er starrte auf sein Armaturenbrett. Christian war fleißig am schreiben auf seinem Notizblock.
Warum wollte Christian nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es würden einige Sonntage vergehen, bis er sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde.
Christian klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Andi öffnete das Fenster, maximal 5cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen.
Christian gab ihm den Zettel durch. „Danke.“ Andi konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten.
Christian setzte sich wieder ins Auto ohne ein Wort zu verlieren. Andi wartete und schaute durch seinen Spiegel zu.
Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten? Hej! Warte mal! War das ein Witz? Dies war kein Strafzettel.
Andi las:
„Lieber Andi, ich hatte einmal einen kleinen Sohn. Als er sechs Jahre alt war starb er bei einem Verkehrsunfall.
Richtig geraten, der Typ ist zu schnell gefahren. Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei.
Frei um seine Kinder wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wieder lieb haben.
Ich hatte nur diesen Sohn und ich werde warten müssen, bis ich in den Himmel komme, bevor ich ihn wieder in den Arm nehmen kann.
Tausendmal habe ich versucht diesem Mann zu vergeben. Tausendmal habe ich gedacht, ich hätte es geschafft.
Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an ihn denken. Auch jetzt.
Bete bitte für mich.
Und sei bitte vorsichtig, Andi. Meine Tochter ist alles was ich noch habe. Gruß Christian“
Andi drehte sich um und sah Christians Auto wegfahren. Er fuhr die Straße wieder runter. Andi schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Erst ganze 15 Minuten später fuhr er langsam nach Hause.
Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen nahm er seine überraschte Frau und Kinder in den Arm und drückte sie ganz fest.

Der Feuerwehrmann

Nach dem Spätfilm ist er um 23:00 Uhr schlafen gegangen, weil er morgen, Montag früh raus muss.
Es ist 2:35 Uhr, als es auf dem Nachtkästchen unheilvoll zu rumoren beginnt. Zuerst kommt der Blick auf den Wecker, doch das kann nicht sein, er ist auf 5 Uhr eingestellt.
Jetzt kommt auch schon die Durchsage vom Rufempfänger und er ist hellwach:
„Hier Feuerwehralarmzentrale, technischer Einsatz für die Feuerwehr XXXX, VKU auf der BXX zwischen XXX und XXX, Person eingeklemmt.
Alarmzeit 2:35, Ausrückmeldung an Florian XXX absetzen, Ende“
Spätestens jetzt ist auch seine Frau hellwach und während er sich anzieht, richtet sie ihm die Schlüssel fürs Auto und die Schuhe.
Auf der Fahrt zum Feuerwehrhaus merkt er, dass die Straßen glatt sind, muss es ja auch, es ist nämlich Dezember und es hat um die 0° C.
Als er endlich eintrifft sind ein paar seiner Kameraden schon da, haben die Tore geöffnet, treffen laufend ein und ziehen sich auf dem Weg zu den Fahrzeugen um und an.
So, der Overall ist angezogen, die Stiefel, den Helm in die Hand, jetzt noch die Handschuhe und ab ins Fahrzeug.
Ein Blick in die Runde wir sind komplett. Auf der Anfahrt ist es ruhig im Wagen, jeder hängt seinen eigenen Gedanken nach.
Was genau ist passiert? Wie viele Verletzte gibt es?
Jetzt kann man schon die Lichter der anderen Organisationen sehen, Notarzt und Polizei sind bereits anwesend.
Nach dem Eintreffen erkundet der Einsatzleiter die Lage und bespricht sich kurz mit dem Notarzt.
Nun erteilt er seine Befehle: Ein Mensch ist aus dem Wrack zu schneiden und das ausgelaufene Motoröl zu binden, außerdem muss ein zweifacher Brandschutz aufgebaut werden.
Er steht ganz vorne und muss jetzt die verletzte Person aus dem Auto holen. Als er die Windschutzscheibe heraus nimmt, sieht er zum ersten Mal das Gesicht des Verletzten.
Es ist eine junge Frau vielleicht 20 Jahre alt, ihr Gesicht ist Blut verschmiert, jammert und weint wegen der unerträglichen Schmerzen.
Ein Feuerwehrsanitäter ist durch die hintere Tür auf der Beifahrerseite in das Wrack geklettert und bleibt während der Arbeiten bei der Verletzten im Wagen.
Nun nimmt er den hydraulischen Rettungssatz und beginnt, die Fahrertür heraus zu nehmen.
Durch den Platzgewinn kann der Notarzt nun einen zweiten Venenzugang legen, denn ihr Zustand verschlechtert sich Minute um Minute.
Es zeigen sich nun schon erste Schweißperlen auf der Stirn unseres Feuerwehrmannes, trotz der eisigen Kälte.
Doch das Dach muss auch noch entfernt werden. Er beginnt also, die Verstrebungen abzuschneiden, um dann das Dach zurück zu klappen.
Als er das erledigt hat, sieht er, dass die Frau auch durch das Armaturenbrett und Lenkrad eingeklemmt ist und kann ihr den Schmerz am Gesicht ablesen.
Er nimmt also den hydraulischen Stempel und beginnt leicht das Armaturenbrett und Lenkrad vom Schoß der Verletzten zu heben. Als ihr der Druck vom Becken und den Oberschenkeln genommen wird, beginnt die Frau plötzlich zu schreien.
Der Rettungssanitäter drückt auf Anweisung des Arztes die Infusionsflasche zusammen, um das Volumen der Verletzten auszugleichen.
Doch nun hat er es geschafft, sie ist frei.
Seine Kollegen helfen nun, dem Rettungsdienst, die Verletzte aus dem Wrack zu heben, und sie sicher im Notarztwagen einzuladen.
Nun hat auch er Zeit, einmal kräftig durch zu atmen.
Ihm ist gerade ein Stein vom Herzen gefallen und er ist stolz, zurecht stolz auf sich und seine Kameraden.
Ein Blick auf die Uhr es ist 3:15 Uhr.
Es wird jetzt noch das restliche Öl gebunden, das Unfallfahrzeug abgeschleppt und die Straße wieder für den Verkehr gesäubert.
Als er mit seinen Kameraden einrückt ist es bereits 4:00 Uhr.
An Schlaf ist jetzt nicht mehr zu denken, wenn er nach Hause kommt sind die besorgten Fragen der Familie zu beantworten und um 6:00 Uhr muss er sowieso in die Arbeit fahren.
Als er später zu Arbeit fährt, fährt er an der Unfallstelle vorbei. Nichts erinnert daran, was sich vor wenigen Stunden hier abgespielt hat.
Natürlich hört er auch Radio, in den Nachrichten wird folgendes berichtet:
„Heute Nacht kam es auf der BXX bei XXXX zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Person schwer verletzt wurde, sie wurde ins Krankenhaus XXX eingeliefert. Die Frau ist, dank der schnellen Hilfe der Rettungskräfte, außer Lebensgefahr.“
Unser Feuerwehrmann lehnt sich in seinen Sitz und zeigt ein kleines Lächeln auf seinem Gesicht.
Mit dem Gedanken, der Frau geholfen zu haben, fährt er weiter und ist bereit für den nächsten Einsatz. Ob Brand, Verkehrsunfall oder Gefährliche Stoffe, und wenn es nur eine Katze auf dem Baum ist, auf ihn und seine Kollegen können sie sich verlassen. ER lässt SIE sicher nicht im Stich, denn er ist FEUERWEHRMANN !!!

Die Geschichte eines Hundes: ICH HATTE DICH LIEB †

Am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt.
Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich!
Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub – Hurra!
Wir fuhren mit dem Wagen und du hast am Straßenrand gehalten.
Die Tür ging auf und du hast einen Stock geworfen.
Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn dir zu bringen. Als ich zurückkam, warst DU nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um dich zu finden, aber ich wurde immer schwächer. Ich hatte Angst und großen Hunger.
Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf DEINE Rückkehr. Aber DU bist nicht gekommen. Dann wurde mein Käfig geöffnet, nein, DU warst es nicht – es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum – es roch nach Tod! Meine Stunde war gekommen.
Geliebtes Herrchen, ich will, dass du weißt, dass ich mich trotz allen Leidens, das du mir angetan hast, immer noch an DEIN Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte – ich würde auf dich zulaufen, denn ICH HATTE DICH LIEB!!!! †

Anmerkung: Diese traurige Geschichte stammt aus einer belgischen Zeitung mit der Bitte, sie zu verbreiten. Wenn mit Hilfe dieser Geschichte auch nur ein einziger Hund oder eine einzige Katze vor einem solchen Schicksal bewahrt wird, ist schon viel gewonnen!

Liebst Du Jesus?

Komisch, dass 100 Euro nach so viel aussehen, wenn du sie der Kirche gibst, aber nach so wenig, wenn Du damit einkaufen willst. Komisch, wie lange es dauert, Gott für eine Stunde zu dienen, aber wie schnell 60 Minuten Fußball vergehen. Komisch, wenn uns nichts einfällt, was wir beten können, aber wir unseren Freunden immer etwas zu erzählen wissen. Komisch, wie schwer es ist, ein Kapitel in der Bibel zu lesen, aber wie leicht es ist, 100 Seiten eines Bestsellerromans zu verschlingen. Komisch, wie sich Leute auf einem Konzert um die vordersten Plätze bemühen, und sich um einen der hintersten Plätze in der Kirche drängeln. Komisch, dass wir 2 oder 3 Wochen Vorwarnung brauchen, um ein kirchliches Ereignis in unseren Plan zu bringen, ihn für andere Ereignisse aber im letzten Augenblick umändern können. Komisch, wie schwer es Menschen fällt, die „Gute Nachricht“ weiterzugeben, aber wie leicht es ist, den neusten Klatsch und Tratsch weiterzuverbreiten. Komisch, wie wir der Zeitung glauben, aber in Frage stellen, was die Bibel sagt. Komisch, wie viele auf deiner Adressenliste diesen Text N I C H T erhalten, weil Du Dir nicht sicher bist, dass sie an irgendetwas glauben!
Komisch? Nein! Traurig!

Verfasser unbekannt

Ich geb´ dir heute einen Engel mit

Montags waren die Schulbrote immer besonders lecker. Warum? Weil da immer noch „was vom Sonntag“ drauf war. Sie schmeckten meistens noch nach Sonntagsbraten.
Und so kam der Sonntag in den Montag mit. Ich möchte Ihnen heute auch etwas Gutes mitgeben… Der alte Pfarrer Blumhardt aus Württemberg sagte, wenn er jemanden an der Haustür verabschiedete: „Du, ich geb dir heute ´nen Engel mit!“ Und es wird berichtet dass das überraschte, fröhlich machte, dass es zuversichtlich stimmte, Mut machte, nun doch wieder loszuziehen.
Blumhardt hatte erkannt, dass die Verabschiedung ganz wichtig ist. Verabschiedung ist so etwas wie die letzte Mitgift. Wie wird der Tag bloß, wenn es – fast wie nachgeworfen – heißt: „Zieh ab!“ – „Trödle nicht so!“ Manche Tür wird auch wortlos zugemacht und der Weggehende weiß, dass es hinter der Tür seufzend heißt:
„Endlich!“
Ein Kind erzählte, das sei immer besonders schlimm wenn Mutter nur einen Zettel auf den Küchentisch legte: „Milch ist im Topf, Brot mach dir selbst, ich bin so müde, mach die Tür leise zu!“ Wenn so der Start in den Tag ist, dann sind schon viele Weichen gestellt. Wie viel schöner ist es, wenn hinter der Gardine noch eine Hand winkt. Solche Zeichen von Liebe und Herzlichkeit, von „Kopf hoch, wir schaffen es schon“ können dem Tag Flügel geben. Sie müssen jetzt auch los? Ich hatte versprochen, Ihnen etwas mitzugeben? Ja, das will ich: Ich geb´ Ihnen heute einen Engel mit. Und dir auch. Und zwar einen ganz lieben, einen ganz treuen, einen ganz wachen und gerechten.
So sind Sie in guter Gesellschaft. Und DU bist es auch.

Klaus Looft

„Ich heiße Gabriel“

Eine Frau blieb auf der Autobahn liegen. Es war schon spät am Abend, und die Dunkelheit senkte sich über Berg und Tal. Weit und breit war keine Rufsäule zu sehen. Es war eine brenzlige Situation.
Natürlich hatte sie nicht darauf geachtet, in welcher Richtung die nächste Rufsäule war. Sollte sie dem rasenden Verkehr in der Dunkelheit entgehen? Sollte sie sich hinter die Leitplanke zurückziehen? Als sie noch ratlos dastand, hielt ein Auto.
Ein sehr netter junger Mann stieg aus und bot ihr seine Hilfe an. Sie spürte, dass sie ihm vertrauen konnte. Er öffnete die Motorhaube und sah in den Motorraum. Gezielt griff er nach dem einen oder anderen Kabel. Er war ein Fachmann, das sah man sofort.
Erleichtert beugte sich meine Bekannte zu ihm und fragte scherzhaft: „Sind Sie ein Engel?“
Der junge Mann lachte. „Nein“, sagte er, „aber Sie werden lachen: Ich heiße Gabriel.“

Gottfried Zurbrügg

Die Traurigkeit

Es war einmal… eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.
Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: „Wer bist du?“
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. „Ich? Ich bin die Traurigkeit“, flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
„Ach die Traurigkeit!“ rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
„Du kennst mich?“ fragte die Traurigkeit misstrauisch.
„Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet.“
„Ja aber…“, argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?“
„Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?“
„Ich….. ich bin traurig“, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. „Traurig bist du also“, sagte sieund nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.“
Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
„Ach, weißt du“, begann sie zögernd und äußerst verwundert, „es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.“ Dir Traurigkeit schluckte schwer. „Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen.
Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot.
Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen.
Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken.
Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe.
Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.“
„Oh ja“, bestätigte die alte Frau, „solche Menschen sind mir schon oft begegnet.“ Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. „Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh.
Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.“
Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.
Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.
„Weine nur, Traurigkeit“, flüsterte sie liebevoll, „ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt.“
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: „Aber… aber – wer bist eigentlich du?“
„Ich?“ sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen:
„Ich bin die Hoffnung.“

Verfasser unbekannt

Brief eines Freundes

Ich schreibe Dir, weil ich Dir sagen möchte, wie sehr du mir am Herzen liegst und wie sehr ich mir wünsche, dass du mich noch besser kennen lernst. Als Du heute Morgen die Augen aufgeschlagen hast, habe ich für Dich einen strahlenden Sonnenaufgang am Himmel erscheinen lassen. Du hast ihn gar nicht bemerkt. Später bist Du mit Freunden spazieren gegangen, hast Dich mit ihnen unterhalten. Warmer, wohliger Sonnenschein hat Dich eingehüllt. Mit süßen Düften habe ich die Luft erfüllt. Doch Du bist einfach weitergelaufen, hast mich überhaupt nicht bemerkt. Laut, unüberhörbar habe ich durch den Wirbelsturm zu Dir gerufen, habe einen glänzenden Regenbogen an den Himmel gemalt – nur für Dich. Und Du hast tatsächlich ganz kurz hingesehen. Aber dann bist Du weitergehastet. Am Abend umhüllte sanftes Mondlicht Dein Gesicht. Eine kühle Brise erfrischte Dich, nahm Dir die Angst. Ich wachte über Dir, als Du Dich müde zum Schlaf niederlegtest, war mit Dir in Deinen Gedanken. Aber hast Du es auch nur geahnt, dass ich dir so nahe war? Ich habe Dich erwählt, habe Dich für eine besondere Aufgabe ausersehen. Wie sehr habe ich mir gewünscht, das Du bald mit mir sprechen würdest. Ich war es, der Dich vor dem Wirbelsturm gerettet hat. Andere haben ihn nicht überlebt. Ich bleibe Dir nahe – denn ich bin Dein Freund.
Ich liebe Dich. Dein Freund Jesus

Verfasser unbekannt

„Im richtigen Moment“

Er zwingt sich, die Augen zu öffnen und blickt zuerst auf eine Packung Aspirin und ein Glas Wasser auf dem Nachttischchen. Er setzt sich auf und schaut sich um. Auf einem Stuhl ist seine gesamte Kleidung, schön zusammengefaltet. Er sieht, daß im Schlafzimmer alles sauber und ordentlich aufgeräumt ist. Und so sieht es in der ganzen Wohnung aus.
Er nimmt die Aspirin und bemerkt einen Zettel auf dem Tisch:
„Liebling, das Frühstück steht in der Küche, ich bin schon früh raus, um einkaufen zu gehen. Ich liebe Dich!“
Also geht er in die Küche und tatsächlich – da steht ein fertig gemachtes Frühstück, und die Morgenzeitung liegt auf dem Tisch. Außerdem sitzt da sein Sohn und ißt. Er fragt ihn: „Kleiner, was ist gestern eigentlich passiert?“
Sein Sohn sagt: „Tja, Paps, Du bist um drei Uhr früh heimgekommen, total besoffen und eigentlich schon halb bewußtlos. Du hast ein paar Möbel demoliert, in den Flur gekotzt und hast Dir fast ein Auge ausgestochen, als Du gegen einen Türgriff gelaufen bist.“
Verwirrt fragt er weiter: „Und warum ist dann alles hier so aufgeräumt, meine Klamotten sauber zusammengelegt und das Frühstück auf dem Tisch?“
„Ach das!“ antwortet ihm sein Sohn, „Mama hat Dich ins Schlafzimmer geschleift und aufs Bett gewuchtet, aber als sie versuchte, Dir die Hose auszuziehen, hast Du gesagt: ‚Hände weg, Fräulein, ich bin glücklich verheiratet‘.“
Ein selbstverschuldeter Kater: 100,00 Euro
Kaputte Möbel: 250,00 Euro
Frühstück: 10,00 Euro
Im richtigen Moment das Richtige sagen: u n b e z a h l b a r !!!!

Verfasser unbekannt

„Vom Genuss“

Um leben zu können, musst du genießen können. Ich meine nicht die Genuss-Sucht, die viele Menschen krank und zu Sklaven macht, die so viele Menschen ins Unglück stürzt. Um genießen zu können, musst du frei sein. Frei von Gier, frei von Neid, frei von einer Leidenschaft, die dich zerreißt und zerstört.
Wenn du das genießen kannst, kannst du lachen. Du freust dich. Du bist dankbar, dass jeden Morgen die Sonne für dich aufgeht. Du kannst selig sein über ein weiches Bett und über eine warme Wohnung. Du triffst freundliche Menschen. Die Freundschaft Gottes kommt dir entgegen in jedem Lächeln, in jeder Blume, in jedem guten Wort, in jeder hilfreichen Hand, in jeder Umarmung.
Wenn du kleine Dinge in aller Ruhe genießen kannst, dann wohnst du in einem Garten voller Seligkeit.
Wahres Glück ist kein extravaganter Luxusartikel, unerschwinglich teuer und unerreichbar fern. Dein Glück ist ganz nahe. Am Tage von heute blühen kleine Freuden an deinem Weg. Du musst sie nur entdecken und dafür dankbar sein. Hör auf, die Nöte von gestern wiederzukäuen. Mach dir keine sinnlosen Sorgen um die Zukunft. Wenn du heute nicht glücklich sein kannst, erwarte nicht, dass morgen ein Wunder geschieht.
Heute musst du glücklich sein. Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück. Man muss die Treppe nehmen.

Phil Bosmans

Die 3 Söhne

Drei Frauen kamen zum Brunnen, Wasser zu holen, und ein Greis, der dort saß, hörte, wie sie ihre Söhne rühmten. Die erste: „Mein Sohn ist der gewandteste unter allen.“ Die Zweite: „Mein Sohn singt wie eine Nachtigall, schöner als alle anderen.“ Die dritte schwieg; erst als die beiden anderen sie nötigten, sprach sie: „Mein Sohn ist wie alle Knaben; er hat nichts Besonderes an sich, noch in sich.“
Die Frauen nahmen die Eimer und trugen sie nach Hause. Drei Knaben kamen ihnen entgegengelaufen. Der eine machte einen Handstand um den anderen, der andere sang wie eine Nachtigall, der dritte lief zu seiner Mutter, nahm ihr die Eimer ab und trug sie nach Hause. „Was meinst du zu unseren Söhnen?“ fragte die erste der Frauen. „Eure Söhne?“ erwiderte der Greis verwundert, „ich sah nur einen Sohn.“

Leo Tolstoi

Die Geschichte beginnt vor langer Zeit,…

…als ein Mann seine 5-jährige Tochter dafür bestraft, dass sie einen wertvollen Gegenstand verloren hat. Damals hatten sie nicht viel Geld.
Es war gerade Weihnachten und am nächsten Tag brachte das Kind dem Vater ein Geschenk mit den Worten: “Das ist für dich!”
Der Vater war zuerst sehr verlegen, doch dann ärgerte er sich sehr, als er sah, dass nichts in der Schachtel war.
Er sprach in hartem Ton: “Weisst du denn nicht, dass wenn man schon ein Geschenk macht, auch etwas drin sein muss?”
Das Mädchen schaute ihn von unten mit Tränen in den Augen an und sprach: “Es ist etwas drin! Die Schachtel ist voll mit meinen Küssen für dich!”
Der Vater fühlt sich beschämt, geht in die Knie, umarmt sein Kind und bittet es um Verzeihung.
Von nun an bewahrte der Vater die Schachtel immer neben seinem Bett auf und immer, wenn es ihm mal nicht so gut ging, oder er Mut brauchte, dann öffnete er die Schachtel und nahm einen Kuss heraus.
Jeder von uns hat eine Schachtel voller Liebe von seinen Kindern, Freunden, Verwandten,…
Es gibt nichts Wichtigeres, das man besitzen kann!
Ich wünsche uns allen eine solche Schachtel voll mit Küssen!

Verfasser unbekannt

Mama, warum weinst du?…

…später fragte der kleine Junge seinen Vater:
„Warum scheint Mama ohne Grund zu weinen?“
„Alle Frauen weinen ohne Grund“,
war alles, was sein Vater sagen konnte…
Der kleine Junge wuchs heran und wurde zum Mann
und wunderte sich immer noch, warum Frauen weinen…
Schließlich ersuchte er um ein Gespräch mit GOTT;
als GOTT ans Telefon ging, sagte der Mann
„GOTT, warum weinen Frauen so schnell?“ GOTT sagte…: „Als ich die Frau machte, musste sie ganz besonders sein.
Ich machte ihre Schultern stark,
das Gewicht der Welt zu tragen;
dennoch, gütig genug um Trost zu spenden… Ich gab ihr eine innere Kraft, die Geburt
zu ertragen und die Zurückweisung,
die viele Male von ihren Kinder kommt… Ich gab ihr die Härte, die ihr erlaubt
weiterzumachen, wenn jeder andere aufgibt,
und auf ihre Familie zu achten während
Krankheit und Erschöpfung ohne Klagen… Ich gab ihr das Feingefühl,
ihre Kinder unter allen Umständen zu lieben,
selbst wenn ihr Kind sie sehr schwer verletzt hat…
Dasselbe Feingefühl hilft ihr, einen Fehler
des Kindes leichter zu ertragen, und teilzunehmen
an ihren Sorgen und Ängsten in der Teenager-Zeit… Ich gab ihr die Kraft, ihren Ehemann
durch seine Fehler zu führen,
und formte sie aus seiner Rippe
um sein Herz zu schützen… Ich gab ihr Weisheit, damit sie weiß,
dass ein guter Ehemann niemals seine Frau verletzt,
aber manchmal ihre Kraft und ihren Entschluss,
unbeugsam an seiner Seite zu stehen, testet… Ich gab ihr eine Träne zum Vergießen.
Es ist ihr gutes Recht sie zu nutzen,
wenn sie gebraucht wird.
Es ist ihre einzige Schwäche…

Verfasser unbekannt

Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier

Wenn die Dinge in Deinem Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden am Tag nicht genug sind, erinnere Dich an den „Blumentopf und das Bier“. Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr grossen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es. Dann nahm der Professor ein Behältnis mit kleinen Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu. Der Professor nahm als Nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig „ja“. Da holte der Professor zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten. „Nun“, sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, „ich möchte, daß Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch ausgefüllt wäre.“ Und er sprach weiter: „Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten. Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben“, fuhr der Professor fort, „hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben, um das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.“ Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: „Ich bin froh, daß Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen zu zeigen, daß, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es immer noch Platz hat für ein oder zwei Bierchen.“

Verfasser unbekannt

2 Gedanken zu „Erzählungen und Geschichten

  1. AvatarFritz

    Diese Erzählungen und Geschichten gehen echt unter die Haut. Mich haben einige derart berührt, dass ich Gänsehaut bekam und auch ein wenig innegehalten habe um nachzudenken.

    Gleichzeitig möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen und dir zu deinem Webauftritt herzlich gratulieren, bin wahrlich tief beeindruckt.
    Der Inhalt ist echt interessant und auch so ein alter Spitzbub wie ich, konnte noch einiges von hier mitnehmen.

    Gerne werde ich öfters mit großer Freude und ebensolchem Interesse hier vorbeischauen um wieder Schönes und Neues zu entdecken.

    Liebe Grüße aus dem Lande der Magyaren
    Fritz

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