Filme

„Wir fühlen uns da zu Hause, wo jeder für jeden ein Herz hat“

Das Geheimnis des blauen Schmetterlings

Begeistert erforscht der zehnjährige Pete Insekten und insbesondere Schmetterlinge. Sein großes Vorbild ist der berühmte Insektenforscher Alan Osborn, einer der wenigen Kenner des Mariposa Azul.

Dieser blaue Schmetterling ist in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas beheimatet und für Pete der schönste Falter der Welt. Den Indios zufolge soll er wichtige Antworten auf die Geheimnisse des Leben geben und manchmal sogar einen Wunsch erfüllen. Petes größter Wunsch ist es, diesen geheimnisvollen Schmetterling noch zu Lebzeiten einmal selbst zu Gesicht zu bekommen und zu fangen. Die Zeit ist knapp, denn Pete leidet an einem unheilbaren Gehirntumor, der ihn bereits an den Rollstuhl fesselt. Trotzdem bittet Pete mit Hilfe seiner allein erziehenden Mutter den viel beschäftigten Forscher, er möge sie in den Dschungel begleiten.

Nach erster Ablehnung und längerem Zögern erklärt sich Osborn aus zunächst verschwiegenen privaten Motiven heraus tatsächlich bereit, das unmögliche Unternehmen zu leiten. Osborne hat Gewissensbisse, weil er seine Tochter und deren Mutter vor 17 Jahren verlassen hat. Er beschließt den Kontakt wieder herzustellen sobald er wieder zuhause ist.

Die Strapazen im Dschungel setzen dem kranken Jungen schwer zu und kurz vor dem Ziel droht sogar das Scheitern der Reise. Nach vergeblicher Suche sehen Pete und der Forscher endlich den schönen Schmetterling. Doch anstatt ihn einzufangen stürzen sie in ein Erdloch. Osborne ist am Bein verletzt. Pete macht sich alleine auf den Weg zurück ins Lager um Hilfe zu holen. Unheimliche Tierstimmen und zauberhafte Figuren sind rings um ihn. Morgens findet ihn seine Mutter schlafend im Wald.

Sie schickt Leute, die den Verwundeten retten und steht ihm später am Krankenbett bei. Einem jungen Eingeborenenmädchen gelingt es später den Schmetterling zu fangen. Sie schenkt ihn Pete, der überglücklich ist. Zuletzt entlässt er den Blauen Morpho in die Freiheit. Überraschenderweise ist Petes Tumor verschwunden. Am Ende ist das Leben aller Beteiligten verändert.

Anmerkung: Der Abenteuerfilm von 2004 basiert auf einer wahren Begebenheit im Jahr 1987.
Der Gründer des Insektariums von Montreal, Georges Brossard, suchte mit dem todkranken David Marenger den Blauen Morpho im Regenwald.
Danach war der Junge gesund.

Meine Meinung: Ein berührender Film über Vertrauen, Freundschaft und Hoffnung

Der Schmetterling – Le Papillon

Der Schmetterlings-Sammler Julien, ein knorriger alter Menschenfeind bricht auf, um Isabelle zu suchen – einen herrlichen Nachtfalter, so schön wie selten. Er freut sich auf eine wunderbare Bergwanderung durch tiefe Wälder. Aber Julien hat die Rechnung ohne Elsa gemacht, das oft allein gelassene Mädchen von nebenan. Elsa hat beschlossen, die Reise heimlich mitzumachen… Nur zu gern würde Julien seinen blinden Passagier wieder loswerden. Aber bei Elsas Mutter geht niemand ans Telefon. Also machen sie sich gemeinsam auf den Weg in die Berge. Der knurrige alte Sonderling und das Großstadtkind Elsa die ihm mit ihren unbekümmerten Fragen ganz schön zusetzt – immer auf der Suche nach der geheimnisvollen Isabelle…

Anmerkung: ein humorvoller sensibler Film der zeigt wie Jung und Alt zusammen finden.

Meine Meinung: erinnert mich an Heidi, gefühlvoll und warmherzig stimmt, als Generationenfilm gibts auch noch „der kleine Lord“ aber der ist ohne Schmetterlinge *lächel*
Persönliches: Ich mag Filme mit Seele – und diese Filme haben, dank der großartigen Schauspieler, dies in meinen Augen.

Nonni und Manni – Die Jungen von der Feuerinsel

1869. Im Hafen geht ein Fremder an Land, was große Aufregung in den kleinen Ort bringt. Auf ihrem Bauernhof Mödruvellir hoffen der zwölfjährige Nonni und sein achtjähriger Bruder Manni, dass es ihr Vater ist, der nach vielen Jahren wieder heimkehrt. Tatsächlich! Der Mann kommt zu ihnen auf den Hof. Er stellt sich als Harald Helgarsson vor, der beste Freund des vermissten Vaters. Und er muss den beiden Jungen und ihrer Mutter Sigrid jede Hoffnung nehmen. Ihr Vater ist tot und wird nie mehr zurückkehren. Zwischen den Jungen und Harald entwickelt sich langsam eine Freundschaft. Er nimmt eine Stelle bei Bauer Sigurd an, um in ihrer Nähe sein zu können. Damit erregt er das Missfallen des Kaufmanns Magnus Hansson, der gerne Sigrid heiraten möchte und in Harald einen Konkurrenten sieht. Als eines Tages die Leiche des reichen Bauers gefunden wird, gerät Harald nicht zufällig unter Mordverdacht und muss in die Berge fliehen. Nonni und Manni stehen ganz auf seiner Seite, Sigrid jedoch weiß nicht, wem sie glauben soll: Ihren Kindern oder Magnus Hansson, der sie immer wieder vor dem Fremden warnt. Als nun der Winter hereinbricht, gibt es für Nonni und Manni keine Möglichkeit mehr, mit Harald Kontakt aufzunehmen. Deshalb ist die Freude umso größer, als sie ihm zur Weihnachtszeit zufällig begegnen. Er will sich nun endlich dem Amtmann stellen und seine Unschuld verteidigen. Die Jungen und ihre Mutter Sigrid stehen zu ihm. Für den wahren Mörder läuft die Zeit ab, er muss den Fremden endlich zum Schweigen bringen. Nonni und Manni eilen ihm voraus in die Berge, um Harald vor diesem Halunken zu warnen. Denn es war der Kaufmann Hansson, der den Bauern im Streit erstochen hat. Als plötzlich ein Vulkan ausbricht, geraten nicht nur die beiden Jungen in Lebensgefahr…

Anmerkung:
Die Vorlage für diesen bezaubernden Film lieferten die Bücher des Jesuitenpriesters, Lehrers und Autors Jón Svensson(*1857, †1944), der in 12 Bänden seine Erlebnisse, seine Geschichte niedergeschrieben hat. Nonni ist übrigens die isländische Koseform von Jón.
Bei den Schauspielern hatte ich das Gefühl, sie spielten keine Rolle – sie lebten sie… Ich darf nicht versäumen die Musik zum Film zu erwähnen, ich glaube der Name spricht für sich – Klaus Doldinger.

Meine Meinung: Nicht nur das man wunderbare Landschaftsaufnahmen von Island sehen kann, darüberhinaus geht es auch in diesem Film um Freundschaft, Vertrauen und Hoffnung – und – was diesen Film so besonders macht, der Regisseur August Gudmundsson hat es sich nicht nehmen lassen, den tiefen Glauben von Nonni und seiner Familie/Freunde zu Gott immer wieder auf sanfte aber nicht frömmelnde oder belehrbare Art und Weise mit einzubringen. Das hat mich besonders beeindruckt.

Persönliches: Auch wenn sich der Film nicht 1 : 1 an die Buchvorlage hält ist der Film wunderbar gelungen, bezaubernd, sehr spannend und anrührend (hab‘ Taschentücher gebraucht).

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